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Der NABU Hessen lädt zum Insektensommer ein

Insekten zählen und Daten für die Artenvielfalt sammeln

Die Mitmachaktion „Insektensommer" gibt einen Einblick in die Welt der Insekten für Jedermann. Zählen Sie ausgewählte Insektenarten in ihrer Umgebung und liefern Sie uns Daten zur Bewertung der Artenvielfalt.

 

Der Insektensommer - Insekten zählen und melden für Jedermann - Foto: NABU/Eric Neuling

Der Insektensommer - Insekten zählen und melden für Jedermann - Foto: NABU/Eric Neuling

Dass es um die Insekten hierzulande nicht allzu gut bestellt ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber welche Insekten sind eigentlich noch bei uns unterwegs und wie viele von ihnen? Diese Fragen beschäftigen immer mehr Menschen. Und glücklicherweise wollen auch immer mehr von ihnen für Insekten aktiv werden. Genau hier setzt die NABU Mitmachaktion „Insektensommer“ an.

Die Grundidee ist einfach: Interessierte Laien gehen raus in die Natur, schauen, was da kreucht und fleucht, notieren, was sie erkennen. Wenn das bei Vögeln erfolgreich ist, sollte es bei Insekten ebenso funktionieren... Allerdings ist es nicht ganz so einfach bei der Vielfalt der Insektenarten den Überblick zu behalten. Deswegen hat der NABU für die beiden Beobachtungszeiträume jeweils acht Fokusarten ausgewählt, die gemeldet werden sollen.

 

Welche Insekten kann ich melden?

Grundsätzlich kann jedes gesehene und erkannte Insekt gemeldet werden. Die Insektenwelt ist allerdings enorm vielfältig und nicht immer leicht zu bestimmen. Daher wurden für jeden Beobachtungszeitraum acht Fokusarten festgelegt.

Im Juni sind es Tagpfauenauge, Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Hainschwebfliege, Steinhummel, Lederwanze, Blutzikade und Gemeine Florfliege. Im August sind es Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Siebenpunkt-Marienkäfer, Streifenwanze, Blaugrüne Mosaiklibelle und Grünes Heupferd.

Diese Arten kommen (noch) häufig vor und sind vergleichsweise leicht zu erkennen. Wir bitten Sie nach ihnen Ausschau zu halten und sie melden.

 

Beobachtungen melden

Über die NABU App können die Sichtungen direkt gemeldet werden - Foto: NABU/Eric Neuling

Über die NABU App können die Sichtungen direkt gemeldet werden - Foto: NABU/Eric Neuling

Insektenbestimmung per App:
Passend zur Aktion gibt es die NABU-App „Insektenwelt“, die 122 häufige und wichtige Arten vorstellt. Natürlich kann man über diese App am Insektensommer teilnehmen. Der Clou ist aber die automatisierte Insektenbestimmung. Eine Mustererkennungs-Software vergleicht vom Nutzer aufgenommene Handybilder und erkennt die Art – wenn es eine von den 122 häufigen ist. Das gab es bisher nur für Tagfalter, für Insekten allgemein ist die Bilderkennung eine absolute Neuheit.

In Zeiten des Internets:
Als die „Stunde der Gartenvögel“ vor 15 Jahren begann, gingen die Meldungen noch zum Großteil in Papierform ein. Inzwischen nutzen über 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Onlineformular. Wir machen daher einen Schnitt und bieten beim Insektensommer ausschließlich die Onlinemeldung an. Die Ergebnisse sind so schneller verfügbar und der NABU spart einen Großteil der Kosten ein. Wer selbst keinen Internetzugang hat, wird sicher in der Familie oder im Bekanntenkreis jemanden finden, der ihm behilflich ist.

Bitte nutzen Sie das Online-Meldeformular. So fließen Ihre Beobachtungen live in die Auswertung ein – danke!

Melden Sie Ihre Beobachtungen rechtzeitig! Meldeschluss zur Teilnahme ist jeweils der 16. Juni 2019 für die erste Zählung und der 18. August für die zweite Zählung.

 

Der Insektensommer in Kürze

 

 

  • Bundesweite Zählaktion, jeweils zehn Tage im Frühsommer und im Hochsommer; 2019 vom 31. Mai bis 9. Juni und vom 2. bis 11. August.

 

  • Ob Garten, Feld, Wald oder Ufer: keine Beschränkung des Lebensraums.

 

  • Gezählt werden sollte rund eine Stunde auf einer Fläche im Durchmesser von 20 Metern, anders gesagt: zehn Meter im Umkreis um den Beobachter.

 

  • Teilnehmer können an beliebig vielen Orten zählen, müssen pro Beobachtungsort aber immer eine neue Meldung abgeben.

 

  • Gezählt werden sollen vor allem die jeweiligen acht Fokusarten. Sie liefern die am besten auszuwertenden Daten. Allerdings zählen auch alle anderen Insekten, ohne jede Einschränkung – einschließlich Larven oder Puppen. Auch die Meldung „unscharfer“ Bestimmungen ist möglich, wenn die Art nicht eindeutig identifiziert wurde. Also Kohlweißling statt Großer Kohlweißling oder Blattlaus statt Schwarzer Bohnenlaus.

 

  • Meldung der beobachteten Insekten ausschließlich online auf www.insektensommer.de und mit der NABU-App „Insektenwelt“. Keine postalische oder telefonische Teilnahme möglich.

 

  • Auswertung der am häufigsten gemeldeten Arten noch während der Aktion in Karte und Tabelle.

Quelle: NABU Hessen